Gutachten im Familienrecht

Gerichtliche Sachverständigentätigkeit in familiengerichtlichen Verfahren zu Beweisfragen des Sorge- und Umgangsrechtes sowie bei Gefährdungen des Kindeswohls.

Dr. Doris Früh-Naumann ist seit 2001 als gerichtlich bestellte Sachverständige bei Amtsgerichten und Oberlandesgerichten in Niedersachsen tätig. Die Gutachten basieren primär auf einem qualitativen Forschungs- und Methodenverständnis und einem systemisch-konstruktivistischen Ansatz. Damit verbunden ist ein fallspezifisch geplantes, teilstandardisiertes Vorgehen, das den Standards wissenschaftlicher Begutachtungen entspricht. Die Anwendung ergänzender testpsychologischer Diagnostik erfolgt in Zusammenarbeit mit der Mitarbeiterin Frau Dipl. Psych. Kristina Wessels.

Im Handbuch ‚Elterliche Sorge und Umgang‘ (2. Auflage 2016) hat Frau Dr. Früh-Naumann  den Beitrag zu wissenschaftlich-theoretischen und praktischen Aspekten der familienrechtlichen Begutachtung veröffentlicht. Sie ist als Referentin in Fortbildungen für Richter beim Niedersächsischen Justizministerium und dem Oberlandesgericht Celle sowie beim Berufsverband der Verfahrensbeistände, Ergänzungspfleger und Berufsvormünder für Kinder und Jugendliche -BVEB- e.V. tätig. 

Lösungsorientierte Gutachten im Familienrecht

Eine lösungsorientierte Vorgehensweise zielt darauf ab, den Blick der Elternteile auf die Befindlichkeiten und Bedürfnisse des Kindes zu lenken und ihre eigenen Vorstellungen/Bedürfnisse davon abzugrenzen. Das Ziel ist die Erarbeitung eines elterlichen Konsenses, durch den das Kindeswohl sichergestellt und die Kommunikation und Kooperation auf der Elternebene neu gestaltet wird. 

Die Sachverständige verbindet im lösungsorientierten Gutachten ihre fachliche Kompetenz bezogen auf die kindlichen Entwicklungsbedarfe und -bedürfnisse mit methodischen Kompetenzen der Mediation und lösungsorientierten Interventionen. Sollte kein Konsens erarbeitet werden können, ergeht ein entscheidungsorientiertes Gutachten.